Die Finanzkrise ist nur die Spitze des Eisberges einer tiefgehenden Systemkrise.
Willkommen in der Grünen Zukunft!
Im Spätherbst 2009 wurden 30 Grüne Zukunftsthesen hier im Web sowie in Folge auf dem Grünen Zukunftskongress in Wien von ca. 500 TeilnehmerInnen in verschiedenen Workshops ausführlich und kontroversiell diskutiert.
Eine ausführliche Aufbereitung der bisherigen Diskussionen finden Sie ab spätestens Mitte Februar hier auf dieser Website. Damit wird die Basis gelegt für den weiteren Dialog über zentrale Zukunftsfragen. Der Zukunftskongress war nicht das Ende, sondern der Anfang eines breit angelegten, offenen Prozesses, den die Grünen in den kommenden Monaten intensiv und in ganz Österreich fortführen werden.
Ein Prozess, der sich das Ziel setzt, zentrale Fragen neu zu denken und dabei AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, NGOs, unterschiedlichsten Institutionen und vor allem BürgerInnen einzubinden. Ein Prozess, der den Auftakt bilden soll, die Welt neu zu denken und grün zu gestalten.
Dass die Grünen Zukunftsthesen, die auf dieser Seite weiterhin abrufbar sind, am Puls der Zeit sind und die Richtung vorgeben können, zeigt übrigens die aktuelle Diskussion rund um das Thema „Bankensteuer“. Schon in der Grünen These 14 - „Weil das Steuersystem ungerecht ist, zahlen die Falschen die Zeche für die Krise des Finanzsystems.“ – haben wir im Oktober 2009 gefordert, dass“ Reiche und Banken einen fairen Beitrag leisten müssen“ und eine „Bankensonderabgabe“ vorgeschlagen.
Wir freuen uns auf einen weiteren spannenden Dialog und hoffen, dass Sie an der einen oder anderen von uns geplanten Diskussionsveranstaltung aktiv teilnehmen werden.
Über den genauen weiteren Ablauf und die nächsten geplanten Aktivitäten und Folgeveranstaltungen werden wir in den kommenden Wochen hier auf dieser Seite informieren.
Eva Glawischnig und Maria Vassilakou
Für das Grüne Zukunfts-Team
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stimme inhaltlich voll zu, ich glaube aber es bräuchte innerhalb der grünen eine bessere koordination zu EU fragen, z.B. eine EU arbeitsgruppe
Iris Ullmann und ich wollen, dass es zu den 30 Thesen eine Präambel gibt: Es braucht einen Unterbau, der grüne Politik erklärt. Unser Vorschlag: Grüne Politik ist eine Politik grundlegenden Respekts, die sowohl Respekt vor der Umwelt, Respekt vor den anderen, als auch Respekt vor sich selbst beinhaltet. Eine Politik grundlegenden Respekts ist eine Politik, die bewusst hinsieht, hinhört und mitfühlt, es ist aber auch eine Politik, die anderen erlaubt hinzusehen, also eine Politik der gelebten Transparenz.
@fish: Die neoliberale Propaganda, dass das Umlagesystem grundsätzlich nicht finanzierbar und zum Zusammenbruch verdammt ist wird nicht richtiger, nur weil sie immer wieder wiederholt wird. Reformen beim Umlagesystem sind zwar notwendig (stärkeres Versicherungsprinzip gepaart mit einer Grundsicherung). Doch wohin uns kapitalgedeckte Verfahren führen können erleben wir gerade in einem gesellschaftlichen Großversuch. Es mag sein, dass österr. Pensionkassen schlecht investiert haben, wie @handyman anschließend schreibt, doch das trifft nicht die Grundprobleme des Kapitaldeckungsverfahrens wie hohe Transaktionskosten (damit niedrigere Renditen), hohe Krisen- und Spekulationsanfälligkeit etc.
Wenn man übereinkommt, das bestimmte, begrenzte Ressourcen der Allgemeinheit gehören, dann muss jemand der sie verbraucht, diese der Allgemeinheit, also dem Staat auch bezahlen. Das ist vom Prinzip her keine Steuer.
Eine der Ursachen der Krise ist der Zwang zum Wachstum, um mit genügend Arbeitsplätzen die Wirtschaft in Schwung zu halten / zu bringen. „Umweltverträgliches“ Wachstum mag kurzfristig eine Lösung sein, langfristig nicht. Wir haben zwar genügend Arbeit für alle, aber nicht in Form von Erwerbsarbeit. Wir werden um eine gerechtere Verteilung der Erwerbsarbeit nicht herumkommen. Um unseren Lebensstandard zu halten, sind 20-30 Wochenstunden Erwerbsarbeit ausreichend. Möglich wäre Zwang mit laufender Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder Freiwilligkeit mittels bedingungslosem Grundeinkommen (als Negativsteuer). Ich bin für das Grundeinkommen. http://members.aon.at/sperl/sperl.html#ernst