Die Finanzkrise ist nur die Spitze des Eisberges einer tiefgehenden Systemkrise.
Willkommen in der Grünen Zukunft!
Die Welt gemeinsam neu denken – Das Grüne Zukunftsprojekt geht in die nächste Phase.
Das große Grüne Zukunftsprojekt geht in seine nächste Phase. Gemeinsam mit tausenden Menschen aus ganz Österreich wollen wir die Welt neu denken. Fertige Antworten hat heute, in Zeiten der Krise niemand. Das Grüne Zukunftsprojekt bietet daher bewusst Raum für neue Denkanstöße, gemeinsam wollen wir das Bild der Welt nach der Krise neu zeichnen: Wie können wir unser Wirtschaftssystem, unser Bildungssystem, unsere Energieversorgung so umbauen, dass sie zukunftsfähig werden? Was braucht es, um die politische Kultur zu verbessern, von der nur allzu oft populistischen Kurzsichtigkeit in eine Kultur mit mehr Weitblick, mehr Ideenreichtum zu gelangen?
Dieses Öffnungs- und Erneuerungsprojekt werden die Grünen weiter vorantreiben.
Der erste Schritt ist getan: Im Herbst 2009 wurden 30 Grüne Zukunftsthesen im Web und beim Grünen Zukunftskongress in Wien von hunderten TeilnehmerInnen kontroversiell diskutiert.
Nach Sichtung der vielen Ideen und Beiträge liegen die Ergebnisse jetzt in aufbereiteter Form vor und stehen auf dieser Seite zur Verfügung:
- Der Bericht „Zukunfts-Thesen – Die Diskussion“ beinhaltet eine Zusammenfassung der Diskussionen im Web und beim Zukunftskongress und listet die wichtigsten Diskussionsbeiträge zu jeder der 30 Zukunftsthesen auf.
- Die Film-Dokumentation des Videoteams der FH Joanneum zeigt Eindrücke und Statements der TeilnehmerInnen vom Grünen Zukunftskongress am 22.11.2009.
- Dass wir mit der Idee des Grünen Zukunftskongresses richtig gelegen sind, zeigt eine Online-Umfrage unter den Kongress-TeilnehmerInnen. 99 % der Befragten wünschen sich eine Folgeveranstaltung.
Dass die Grünen Zukunftsthesen, die auf dieser Seite weiterhin abrufbar sind, am Puls der Zeit sind und die Richtung vorgeben können, zeigt übrigens die aktuelle Diskussion rund um das Thema „Bankensteuer“. Schon in der Grünen These 14 - „Weil das Steuersystem ungerecht ist, zahlen die Falschen die Zeche für die Krise des Finanzsystems.“ – haben wir im Oktober 2009 gefordert, dass “Reiche und Banken einen fairen Beitrag leisten müssen“ und eine „Bankensonderabgabe“ vorgeschlagen.
Der Zukunftskongress war der Anfang eines breit angelegten, offenen Prozesses, den die Grünen in den kommenden Monaten intensiv und in ganz Österreich fortführen werden. Konkret wird es im Jahr 2010 in den Bundesländern kleinere Zukunftskongresse geben, wo einzelne Themen vertiefend diskutiert werden. Im Frühjahr 2011 sollen die Ergebnisse auf einem bundesweiten Zukunftskongress II zusammengeführt werden. Wie schon bisher sollen dabei AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, NGOs, unterschiedlichsten Institutionen und vor allem BürgerInnen mitmachen.
Wir freuen uns auf einen weiteren spannenden Zukunfts-Dialog und hoffen, dass Sie an der einen oder anderen von uns geplanten Diskussionsveranstaltung aktiv teilnehmen werden.
Falls Sie Einladungen zu den kommenden Veranstaltungen erhalten wollen, schicken Sie bitte eine E-Mail an zukunftskongress@gruene.at und wir versorgen Sie mit allen notwendigen Informationen!
Wir freuen uns auf eine spannende, gemeinsame Zukunft,
Eva Glawischnig und Maria Vassilakou
Für das Grüne Zukunfts-Team
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stimme inhaltlich voll zu, ich glaube aber es bräuchte innerhalb der grünen eine bessere koordination zu EU fragen, z.B. eine EU arbeitsgruppe
Iris Ullmann und ich wollen, dass es zu den 30 Thesen eine Präambel gibt: Es braucht einen Unterbau, der grüne Politik erklärt. Unser Vorschlag: Grüne Politik ist eine Politik grundlegenden Respekts, die sowohl Respekt vor der Umwelt, Respekt vor den anderen, als auch Respekt vor sich selbst beinhaltet. Eine Politik grundlegenden Respekts ist eine Politik, die bewusst hinsieht, hinhört und mitfühlt, es ist aber auch eine Politik, die anderen erlaubt hinzusehen, also eine Politik der gelebten Transparenz.
@fish: Die neoliberale Propaganda, dass das Umlagesystem grundsätzlich nicht finanzierbar und zum Zusammenbruch verdammt ist wird nicht richtiger, nur weil sie immer wieder wiederholt wird. Reformen beim Umlagesystem sind zwar notwendig (stärkeres Versicherungsprinzip gepaart mit einer Grundsicherung). Doch wohin uns kapitalgedeckte Verfahren führen können erleben wir gerade in einem gesellschaftlichen Großversuch. Es mag sein, dass österr. Pensionkassen schlecht investiert haben, wie @handyman anschließend schreibt, doch das trifft nicht die Grundprobleme des Kapitaldeckungsverfahrens wie hohe Transaktionskosten (damit niedrigere Renditen), hohe Krisen- und Spekulationsanfälligkeit etc.
Wenn man übereinkommt, das bestimmte, begrenzte Ressourcen der Allgemeinheit gehören, dann muss jemand der sie verbraucht, diese der Allgemeinheit, also dem Staat auch bezahlen. Das ist vom Prinzip her keine Steuer.
Eine der Ursachen der Krise ist der Zwang zum Wachstum, um mit genügend Arbeitsplätzen die Wirtschaft in Schwung zu halten / zu bringen. „Umweltverträgliches“ Wachstum mag kurzfristig eine Lösung sein, langfristig nicht. Wir haben zwar genügend Arbeit für alle, aber nicht in Form von Erwerbsarbeit. Wir werden um eine gerechtere Verteilung der Erwerbsarbeit nicht herumkommen. Um unseren Lebensstandard zu halten, sind 20-30 Wochenstunden Erwerbsarbeit ausreichend. Möglich wäre Zwang mit laufender Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder Freiwilligkeit mittels bedingungslosem Grundeinkommen (als Negativsteuer). Ich bin für das Grundeinkommen. http://members.aon.at/sperl/sperl.html#ernst