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These #18

Gesundheits- und Pflegeberufe sind Arbeitsmärkte der Zukunft. Gesundheits- und Sozialsprengel schaffen neue Strukturen.

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  • wohnblog_at
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    Die Vorschläge zum arbeitsplatzfördernden Ausbau beispielsweise von Pflegeeinrichtungen klingen bestechend: Sie kranken aber an einem wesentlichen Punkt - der Finanzierung. Aus eigener Erfahrung: Zwei Jahre lang einen Sohn bis zum Tod begleitet war ich danach physisch, psychisch und wirtschaftlich fast am Ende; meine Frau ebenfalls. Die Nachwirkungen sind 10 Jahre später noch präsent. Eine qualitativ hochwertige Pflege durch Dritte hätten wir uns nicht leisten können. Und die meisten anderen gleichartig betroffenen Menschen können das genausowenig. Die Thesen sind gut gemeint aber unrealistisch, wenn nicht Finanzierungsvorschläge geliefert werden. Dazu habe ich leider auch keine Lösung.

     
  • Markus_Gonaus
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    Wir haben in diesem Bereich das Phänomen, dass zwar ein Riesen Bedürfnis da ist, aber praktisch keinerlei Zahlungsbereitschaft. Daher kein Bedarf! Nachgefragt wird eigentlich nur Schwarzarbeit. Will man in diesem Bereich tatsächlich etwas ändern, braucht es primär rigorose Bekämpfung des illegalen Sektors.

     
  •  Kurt Gruenewald | Gruener Gesundheits- und Wissenschaftssprecher
     

    Zweifellos gibt es einen Mangel an Pflege- und anderen Gesundheitsberufen. Viele arbeiten am Limit und unter massivem Zeitdruck. Die Vielfalt der Berufsgruppen garantieren eine inderdisziplinäre Versorgung und garantieren eine ausreichende Spezialisierung. Trotz nachgewiesenen Bedarf werden mit mit Betreuungsdefiziten konfrontiert, deren Ursachen meist die mangelnde Finanzierungsbereitschaft ist. Vielfach sind wir weit von Betreuungschlüsseln entfernt, die in internationalen Studien als Standard empfohlen werden. Ohne masseniven politischen Druck werden wir weiter auf der Stelle treten.

     
  • rm2000
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    Dem ist nichts hinzuzufügen.

     
  • liob
    • liob
    • sagte 1.11.2009
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    Mit "Wellness" und "Ernährungsberatung" habe ich Probleme, wenn KonsumentInnen, KlientInnen oder PatientInnen nicht klar erkennen können, was hier evidenzbasiert ist und was nicht. So löblich der Ansatz der Grünen, so sehr müssen gerade sie aufpassen, nicht in die Eso-Falle zu tappen.

     
  • adoc
    • adoc
    • sagte 28.10.2009
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    Die derzeitigen Strukturen im Bereich Primary Care basieren auf den Vorstellungen der 50er Jahre: Ein Arzt mit einem Kassenvertrag sind in einem Kammerl mit einer Patientin und diagnostiziert vor sich hin.Ich träume von Strukturen, die so aussehen: Wir sind ein Team von sagen wir 4 Ärztinnen, 2 Krankenpflegern, 3 Arztassistentinnen. Wir haben bis 8 Uhr Abend offen, von den vieren hat jeder verschiedene Schwerpunkte: eine macht zusätzlich Ultraschall, einer hat eine Psy-Ausbildung, einer macht Manualtherapie, usf. Eine Krankenschwester macht die gemeindenahne Hauskrankenpflege, sie kennt die Patienten auch von der Ordination. Ein Patient bei uns kostet 30 € pro Tag, einer im KH 1000 € !

     
    • handyman
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      In meiner Erfahrung sind die meisten Ärzte ohnehin so organisiert, wie sie träumen.

       
  • adoc
    • adoc
    • sagte 28.10.2009
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    Also: wir Allgemeinmediziner behandeln 80% aller Kranken und sind erste Anlaufstelle in allen Gesundheitsbelangen. Wir sind die Sozialarbeiterinnen unter den Ärzten und sind weitaus "am billigsten". Von primary care finde ich kein Wort im Programm, als grünes Mitglied schmerzt das, weil:

     
  • handyman
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    Man sollte nicht vergessen, dass diese Rechnung nur stimmt, wenn alle Österreicher zunehmend reicher werden. Anders ausgedrückt: Nur die Finanzierung entscheidet.

     
  • Freund
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    Ja klingt toll. Ich hab aber angst, dass wir das alles irgendwann nicht mehr finanizieren können. Im Sinne der Nachhalitgkeit und für die Zukunft unserer Kinder möchte ich um ein gesamt Finanzierungspaket für alle eure Vorschläge bitten, sowie ihr da bitte auch noch einrechnen möchtet, dass ich Österreuch im Jahr 2050 schuldenfrei sehn möchte. Dann bin ich zufrieden und kann mich getrost auf den Friedhof legen.