Gerade in Zeiten der Depression und zunehmender Arbeitslosigkeit, bietet sich der Arbeitsmarkt für Gesundheitsberufe als riesige Chance an. Hier bestehen Jobchancen und gleichzeitig werden kostentreibende Versorgungsengpässe geschlossen. Alleine durch das Schließen bestehender Versorgungslücken werden neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen geschaffen. Vornehmlich betrifft dies die Krankenpflege, Psychiatrie (insbesondere Kinder- u. Jugendpsychiatrie), Psychotherapie, Rehabilitation (vor allem ambulant und teilstationär), Prävention, Altenbetreuung, Hospiz- und Palliativmedizin. Der Bedarf wächst.
Große Wachstumschancen gibt es nach wie vor für Branchen, die nicht direkt dem Gesundheitssektor zugeordnet werden, aber mit diesem eng verbunden sind: (z.B. Wellness, Ernährungsberatung, Bewegungstraining, Burnout-Prävention, betriebliche Gesundheitsförderung, u.v.m.)
Eine menschenwürdige Pflege erfordert menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Pflege- und Betreuungskräfte (es braucht 20.000 zusätzliche Pflegekräfte bis 2020 und angemessene Entlohnung in diesem Sektor).
Gerade in Zeiten der Depression und zunehmender Arbeitslosigkeit, bietet sich der Arbeitsmarkt für Gesundheitsberufe als riesige Chance an. Hier bestehen Jobchancen und gleichzeitig werden kostentreibende Versorgungsengpässe geschlossen. Alleine durch das Schließen bestehender Versorgungslücken werden neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen geschaffen. Vornehmlich betrifft dies die Krankenpflege, Psychiatrie (insbesondere Kinder- u. Jugendpsychiatrie), Psychotherapie, Rehabilitation (vor allem ambulant und teilstationär), Prävention, Altenbetreuung, Hospiz- und Palliativmedizin. Der Bedarf wächst.
Große Wachstumschancen gibt es nach wie vor für Branchen, die nicht direkt dem Gesundheitssektor zugeordnet werden, aber mit diesem eng verbunden sind: (z.B. Wellness, Ernährungsberatung, Bewegungstraining, Burnout-Prävention, betriebliche Gesundheitsförderung, u.v.m.)
Eine menschenwürdige Pflege erfordert menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Pflege- und Betreuungskräfte (es braucht 20.000 zusätzliche Pflegekräfte bis 2020 und angemessene Entlohnung in diesem Sektor).
Es braucht innovative, professionelle und alltagsnahe Pflege- und Betreuungsmodelle statt verkrusteter, veralteter und technokratischer Pflegestrukturen und Pflege vom (Schwarz-)markt sowie Karriere- und Weiterentwicklungschancen in der Pflege.
Beispiel
Die Mehrzahl sogenannter Kunstfehler beruht auf der körperlichen und psychischen Überlastung der in Gesundheitsberufen tätigen Personen sowie fehlender Zeit für die einzelnen Patienten. Besonders krass fallen hier Übertretungen des Krankenanstaltenarbeitszeitgesetzes auf. Personalmangel und antiquierte Personaleinsatzplanung verschärfen diese Missstände. Diskriminierung und Unterversorgung werden in einigen Versorgungsbereichen zu einem echten Problem.
Vorschlag
Als Basis und Drehscheibe künftiger Gesundheitspolitik sollen regional adaptierte integrierte Gesundheits- und Sozialsprengel eingerichtet werden, welche die Integration, Vernetzung und Koordination von Krankenversorgung, Pflege, Sozialeinrichtungen, Gesundheitsförderung, Prävention sowie Rehabilitation organisieren und fördern. Kooperationsmodelle und eine umfassende Kommunikation zwischen allen Gesundheitsberufen sollen etabliert werden, um eine durchgehende Versorgungsplanung von der Allgemeinmedizin bis zur Versorgung im Krankenhaus zu ermöglichen. Zusätzlich entstehen Gruppen- und Gemeinschaftspraxen, werden teilstationäre Einrichtungen Tages- und Nachtkliniken zur Entlastung der Krankenhäuser eingerichtet.
Dadurch werden nicht nur Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, sondern auch eine bessere, effizientere Versorgung von PatientInnen gewährleistet.
Bewertung
(-5 bis +5) Onlinediskussion
+1.58 Durchschnitt (Basierend auf 586 Stimmen – 14.2.2010)
Weitgehender Konsens; eher geringe Diskussionsbeteiligung.
Diskussion
Über den Bedarf herrscht weitgehend Einigkeit. Doch bei den Vorschlägen gibt es das Problem: es fehlt Geld im Gesundheitsbereich. Österreich hinkt internationalen Standards hinterher; deshalb gibt es einen Mangel an Personal im Gesundheitsbereich, wo ohnehin viele am Limit arbeiten. Die Strukturen im Gesundheitsbereich müssen sich auch für AllgemeinmedizinerInnen ändern.
Streifzug durch Statements
- „Die Vorschläge zum arbeitsplatzfördernden Ausbau beispielsweise von Pflegeeinrichtungen klingen bestechend: Sie kranken aber an einem wesentlichen Punkt: der Finanzierung.“
- „Vorsorge macht gutes Gesundheitssystem aus.“
- Aufwertung von Pflegeberufen (Bezahlung, Aufstiegschancen, Weiterbildung); keine ehrenamtliche Pflege!
- „Wer soll das bezahlen?“
- „Primary Care“ kommt in These nicht vor; Strukturen im...
Bewertung
(-5 bis +5) Onlinediskussion
+1.58 Durchschnitt (Basierend auf 586 Stimmen – 14.2.2010)
Weitgehender Konsens; eher geringe Diskussionsbeteiligung.
Diskussion
Über den Bedarf herrscht weitgehend Einigkeit. Doch bei den Vorschlägen gibt es das Problem: es fehlt Geld im Gesundheitsbereich. Österreich hinkt internationalen Standards hinterher; deshalb gibt es einen Mangel an Personal im Gesundheitsbereich, wo ohnehin viele am Limit arbeiten. Die Strukturen im Gesundheitsbereich müssen sich auch für AllgemeinmedizinerInnen ändern.
Streifzug durch Statements
- „Die Vorschläge zum arbeitsplatzfördernden Ausbau beispielsweise von Pflegeeinrichtungen klingen bestechend: Sie kranken aber an einem wesentlichen Punkt: der Finanzierung.“
- „Vorsorge macht gutes Gesundheitssystem aus.“
- Aufwertung von Pflegeberufen (Bezahlung, Aufstiegschancen, Weiterbildung); keine ehrenamtliche Pflege!
- „Wer soll das bezahlen?“
- „Primary Care“ kommt in These nicht vor; Strukturen im Gesundheitsbereich müssen sich auch für AllgemeinmedizinerInnen (die SozialarbeiterInnen unter den ÄrztInnen) ändern – in Praxen behandeln Teams mit individuellen Schwerpunkten – wäre auch billiger als Untersuchung im Krankenhaus.
- „Mit "Wellness" und "Ernährungsberatung" habe ich Probleme, wenn KonsumentInnen, KlientInnen oder PatientInnen nicht klar erkennen können, was hier evidenzbasiert ist und was nicht.“
- „Geld fehlt im Gesundheitsbereich – Österreich hinkt internationalen Standards hinterher; deshalb gibt es einen Mangel an Personal im Gesundheitsbereich, wo ohnehin viele am Limit arbeiten.“
Illegalen Sektor im Gesundheitsbereich „rigoros bekämpfen“ – dieser verhindert notwendige Investitionen;
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- wohnblog_at
- sagte 15.11.2009
BackDie Vorschläge zum arbeitsplatzfördernden Ausbau beispielsweise von Pflegeeinrichtungen klingen bestechend: Sie kranken aber an einem wesentlichen Punkt - der Finanzierung. Aus eigener Erfahrung: Zwei Jahre lang einen Sohn bis zum Tod begleitet war ich danach physisch, psychisch und wirtschaftlich fast am Ende; meine Frau ebenfalls. Die Nachwirkungen sind 10 Jahre später noch präsent. Eine qualitativ hochwertige Pflege durch Dritte hätten wir uns nicht leisten können. Und die meisten anderen gleichartig betroffenen Menschen können das genausowenig. Die Thesen sind gut gemeint aber unrealistisch, wenn nicht Finanzierungsvorschläge geliefert werden. Dazu habe ich leider auch keine Lösung.
- Markus_Gonaus
- sagte 14.11.2009
BackWir haben in diesem Bereich das Phänomen, dass zwar ein Riesen Bedürfnis da ist, aber praktisch keinerlei Zahlungsbereitschaft. Daher kein Bedarf! Nachgefragt wird eigentlich nur Schwarzarbeit. Will man in diesem Bereich tatsächlich etwas ändern, braucht es primär rigorose Bekämpfung des illegalen Sektors.
- Kurt Gruenewald | Gruener Gesundheits- und Wissenschaftssprecher
- sagte 11.11.2009
BackZweifellos gibt es einen Mangel an Pflege- und anderen Gesundheitsberufen. Viele arbeiten am Limit und unter massivem Zeitdruck. Die Vielfalt der Berufsgruppen garantieren eine inderdisziplinäre Versorgung und garantieren eine ausreichende Spezialisierung. Trotz nachgewiesenen Bedarf werden mit mit Betreuungsdefiziten konfrontiert, deren Ursachen meist die mangelnde Finanzierungsbereitschaft ist. Vielfach sind wir weit von Betreuungschlüsseln entfernt, die in internationalen Studien als Standard empfohlen werden. Ohne masseniven politischen Druck werden wir weiter auf der Stelle treten.
- rm2000
- sagte 3.11.2009
BackDem ist nichts hinzuzufügen.
- liob
- sagte 1.11.2009
BackMit "Wellness" und "Ernährungsberatung" habe ich Probleme, wenn KonsumentInnen, KlientInnen oder PatientInnen nicht klar erkennen können, was hier evidenzbasiert ist und was nicht. So löblich der Ansatz der Grünen, so sehr müssen gerade sie aufpassen, nicht in die Eso-Falle zu tappen.
- adoc
- sagte 28.10.2009
BackDie derzeitigen Strukturen im Bereich Primary Care basieren auf den Vorstellungen der 50er Jahre: Ein Arzt mit einem Kassenvertrag sind in einem Kammerl mit einer Patientin und diagnostiziert vor sich hin.Ich träume von Strukturen, die so aussehen: Wir sind ein Team von sagen wir 4 Ärztinnen, 2 Krankenpflegern, 3 Arztassistentinnen. Wir haben bis 8 Uhr Abend offen, von den vieren hat jeder verschiedene Schwerpunkte: eine macht zusätzlich Ultraschall, einer hat eine Psy-Ausbildung, einer macht Manualtherapie, usf. Eine Krankenschwester macht die gemeindenahne Hauskrankenpflege, sie kennt die Patienten auch von der Ordination. Ein Patient bei uns kostet 30 € pro Tag, einer im KH 1000 € !
- handyman
- sagte 29.10.2009
BackIn meiner Erfahrung sind die meisten Ärzte ohnehin so organisiert, wie sie träumen.
- adoc
- sagte 28.10.2009
BackAlso: wir Allgemeinmediziner behandeln 80% aller Kranken und sind erste Anlaufstelle in allen Gesundheitsbelangen. Wir sind die Sozialarbeiterinnen unter den Ärzten und sind weitaus "am billigsten". Von primary care finde ich kein Wort im Programm, als grünes Mitglied schmerzt das, weil:
- handyman
- sagte 27.10.2009
BackMan sollte nicht vergessen, dass diese Rechnung nur stimmt, wenn alle Österreicher zunehmend reicher werden. Anders ausgedrückt: Nur die Finanzierung entscheidet.
- Freund
- sagte 25.10.2009
BackJa klingt toll. Ich hab aber angst, dass wir das alles irgendwann nicht mehr finanizieren können. Im Sinne der Nachhalitgkeit und für die Zukunft unserer Kinder möchte ich um ein gesamt Finanzierungspaket für alle eure Vorschläge bitten, sowie ihr da bitte auch noch einrechnen möchtet, dass ich Österreuch im Jahr 2050 schuldenfrei sehn möchte. Dann bin ich zufrieden und kann mich getrost auf den Friedhof legen.